Der kleine Mondfuchs und der verlorene Schlaf

Fuchs Lumo kann nicht schlafen und macht sich auf die Suche nach dem verlorenen Schlaf

Der kleine Mondfuchs
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Hoch oben auf dem Hügelrand,
wo Silberlicht die Nacht umspannt,
da lebte Lumo, ein Fuchs so klein,
mit Augen hell wie Sternenschein.

Sein Fell war weich, sein Schritt ganz leis, er kannte jeden Nachtwindkreis. Doch wenn der Abend kommen wollt', war Schlaf nicht immer ihm wohlgesinnt.

„Ich bin so müd", sprach Lumo sacht, „und doch bleib ich schon wieder wach." Er drehte sich im Moos hin und her, der Mond schien hell – doch Schlaf blieb leer.

Da hörte er ein leises Summen, als würd' ein Schlaflied leise brummen. Ein Käuzchen saß auf einem Ast, es blinzelte und sprach ganz fast:

„Der Schlaf verirrt sich manchmal sehr, doch finden kann man ihn – oh ja, oh sehr. Man muss nur suchen, ohne Eile, und teilen Ruhe eine Weile."

Lumo nickte, stand langsam auf und machte sich leis auf den Lauf. Der Weg war still, der Wald ganz weit, getaucht in sanfte Dunkelheit.

Am Bach traf er den Otter klein, der planschte noch im Mondenschein. „Schlafen?", lachte der Otter sacht, „der kommt, wenn man ihn nicht bewacht."

Ein Reh stand still am Waldesrand, wie aus dem Dunkel ausgespannt. „Der Schlaf", so sprach es weich und mild, „kommt gern, wenn alles ruhig wird."

So zog der kleine Mondfuchs fort, von Tier zu Tier, von Ort zu Ort. Doch nirgendwo, so sehr er sucht, hatte er den Schlaf verbucht.

Bis plötzlich hinter einem Stein ein Glühen schien – nicht groß, doch fein. Es flackerte, verschwand, erschien, als wollt' es leise weiterzieh'n.

Lumo blieb stehen, Herz ganz sacht, „Ist das der Schlaf in dieser Nacht?" Er setzte einen Schritt nach vorn … da war das Leuchten schon verlor'n.

Und Lumo fragte sich ganz leis, ob er den Schlaf wohl jemals weiß …

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Der Fuchs setzte sich ins hohe Gras, vergaß das Suchen, vergaß die Hast. Er schloss die Augen, atmete ein, ließ alle Fragen einfach sein.

Der Wald hielt still, kein Blatt bewegte, als ob die Zeit den Atem legte. Der Bach floss leise, kaum gehört, kein Laut, der diese Ruhe stört.

Da spürte Lumo etwas Warmes, kein Fell, kein Licht – doch nichts Gefährliches. Es war ein Gefühl, ganz weich und rund, wie eine sanfte Abendstund'.

Der Schlaf kam nicht mit großen Schritten, nicht laut, nicht schnell, nicht mit Bitten. Er legte sich wie Nebel fein um Lumo und sprach: „Ich bin dein."

Der Mond lächelte von oben sacht, die Sterne hielten still die Wacht. Das Käuzchen schloss die Augen zu, der Otter gähnte auch dazu.

Lumo rollte sich zufrieden ein, sein Atem ruhig, warm und klein. Die Träume kamen, einer nach dem andern, wie leuchtend sanfte Nachtzeit-Wanderer.

Und wenn du heut noch wach liegst hier
und suchst den Schlaf, so wie er,
dann denk daran, was Lumo fand:
Der Schlaf kommt leis, ganz unverwandt.

Man muss ihn nicht rufen, nicht festhalten, nicht suchen.
Er kommt von selbst, ganz ohne Hast,
wenn du loslässt, ruhig wirst und rast.

Gute Nacht.

🌟 Gute Nacht 🌟

Und so findet Lumo seinen Schlaf im sanften Gras ✨

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Mögliche Fragen nach dem Vorlesen:

• Was hat Lumo geholfen, den Schlaf zu finden?
• Welche Tiere hat Lumo auf seiner Reise getroffen?
• Warum kam der Schlaf erst, als Lumo aufhörte zu suchen?
• Was bedeutet es, „loszulassen und ruhig zu werden"?
• Möchtest du auch mal tief durchatmen, wie Lumo es gemacht hat?

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