Der kleine Waschbär und die leise Nachtuhr

Fips kann nicht einschlafen, weil er noch spielen möchte – bis er die geheimnisvolle Nachtuhr im Wald entdeckt

Der kleine Waschbär und die leise Nachtuhr

Am Rand des Waldes, nah am Bach, wo Moos ganz weich im Dunkel lag, da lebte Fips, ein Waschbär klein, mit Ringelschwanz und Augen fein.

Er liebte Spielen bis spät hinein, im Mondlicht fröhlich wach zu sein. Doch wenn es hieß: „Nun ab ins Bett", war Fips oft noch nicht richtig nett.

„Ich bin noch wach!", rief er dann laut, „die Nacht ist viel zu schön vertraut!" Er sprang und hüpfte hin und her, doch seine Augen wurden schwer.

Da tickte etwas leis im Wald, so sanft, so ruhig, kaum ein Schalt. „Tick … tack …", ganz sacht und klein, als würd' die Zeit ganz müde sein.

Fips hielt inne, spitzte sein Ohr, „Was ist das für ein Klang da vor?" Er folgte leis dem Ton entlang, der durch die dunklen Bäume klang.

Am alten Baum, so dick und breit, saß eine Eule, grau und weit. Neben ihr hing, kaum sichtbar rund, eine Uhr – aus Nacht und Abendstund'.

„Das ist die Nachtuhr", sprach die Eule leis, „sie zeigt die Zeit auf ihre Weis. Nicht mit Zahlen, nicht mit Licht, nur mit Ruhe zeigt sie Pflicht."

„Was zeigt sie jetzt?", fragte Fips, sein Herz pochte schon etwas still. Die Eule sah ihn freundlich an: „Sie zeigt, was man jetzt lassen kann."

Fips hörte tiefer in den Klang, das Ticken wurde weich und lang. Doch plötzlich blieb die Uhr fast steh'n, kein Tick, kein Tack war mehr zu seh'n.

„Oh nein", rief Fips, „sie ist kaputt!" Die Eule lächelte, sanft und gut. „Nein, kleiner Freund, sie wartet bloß, bis du ganz ruhig wirst und loslässt – groß."

Fips setzte sich, doch dachte viel, der Kopf noch voll, das Herz noch Spiel. Die Uhr blieb still, der Wald ganz sacht, und Fips war plötzlich wieder wach …

Was muss der kleine Waschbär tun, damit die Nachtuhr weiter kann ruh'n?

⭐ 🌙 ✨
Werbung
Google AdSense Anzeigenblock (responsive)

Fips atmete tief und langsam ein, ließ Spielen Spielen einfach sein. Er legte den Schwanz ganz ruhig ab, vergaß den Tag, vergaß die Hast.

Der Wald hielt still, die Uhr begann ganz leis erneut: „Tick … tack …" Nicht laut, nicht schnell, ganz sanft, ganz klein, als würde Zeit nun freundlich sein.

Die Nachtuhr schimmerte warm und rund, wie eine ruhige Abendstund'. Fips spürte, wie die Augen schwer und die Gedanken leiser wär'n.

„Jetzt zeigt sie Schlafenszeit", sprach sacht die Eule in der stillen Nacht. „Nicht weil du musst, nicht weil es sein, sondern weil dein Körper meint."

Fips lächelte, gähnte leis, der Weg nach Hause war nicht weit. Er kuschelte sich ins Laub hinein, ließ Nacht ganz nah bei sich sein.

Die Uhr tickte weiter, still und treu, der Wald schlief ein, ganz einerlei. Der Bach floss leise, kaum gehört, kein Laut, der diese Ruhe stört.

Und wenn du abends noch nicht müde bist
und Schlaf sich etwas bitten lässt,
dann denk an Fips und hör genau:
Vielleicht tickt auch bei dir die Nachtuhr genau.

Denn Schlaf kommt nicht mit lautem Klang,
sondern wenn alles leiser kann.

🌟 Gute Nacht 🌟

Und so schläft Fips sanft zur leisen Nachtuhr ein ✨

✨ ✨ ✨
Werbung
Google AdSense Anzeigenblock (responsive)
💡 Gesprächsanregung für Eltern

Mögliche Fragen nach dem Vorlesen:

• Kennst du das Gefühl, noch nicht müde zu sein, wenn es Schlafenszeit ist?
• Was hat Fips geholfen, ruhiger zu werden?
• Wie könnte deine eigene „Nachtuhr" aussehen?
• Welche Tiere haben Fips im Wald geholfen?
• Was bedeutet es, „loszulassen" wie Fips es gelernt hat?
• Möchtest du auch mal ganz still lauschen, wie Fips es gemacht hat?

Werbung
Google AdSense Anzeigenblock (728x90 oder responsive)