Leon war ein abenteuerlustiger Junge mit braunen Locken und leuchtenden Augen. Eines Morgens, als er durch den Wald hinter seinem Haus spazierte, bemerkte er einen dichten Nebel, der wie ein geheimnisvoller Schleier über den Bäumen hing. „Seltsam…", murmelte Leon. „Hier war noch nie so viel Nebel." Er trat vorsichtig vor, als plötzlich ein schimmerndes Tor aus Nebel vor ihm auftauchte.
„Willkommen, Leon", flüsterte eine sanfte Stimme. Leon drehte sich um und entdeckte einen kleinen, funkelnden Kobold. „Ich bin Niko, der Wächter des Zauberschlosses. Nur wer mutig und freundlich ist, kann das Schloss betreten." Leon spürte ein Kribbeln der Aufregung. „Ich bin bereit", sagte er entschlossen.
Niko führte Leon durch das Nebeltor, und langsam erschien vor seinen Augen ein prächtiges Schloss, das wie aus Kristall und Mondlicht gebaut schien. Die Tür öffnete sich von selbst, und Leon betrat einen großen Saal voller funkelnder Lichter und geheimnisvoller Türen. „Hier im Zauberschloss lernst du, dass kleine Taten große Wunder bewirken", erklärte Niko.
Plötzlich hörte Leon leises Weinen aus einem der Flure. Er folgte dem Geräusch und entdeckte ein kleines Schlosswesen, das in einer Ecke saß. „Was ist los?", fragte Leon sanft. Das Wesen schniefte. „Ich heiße Lumi und ich habe mich verlaufen. Ohne Licht finde ich nie nach Hause." Leon überlegte kurz. „Keine Sorge, Lumi. Ich helfe dir."
Gemeinsam suchten sie den Weg durch die Gänge, bis sie auf eine verschlossene Tür stießen. Auf der Tür stand in glitzernden Buchstaben: „Nur wer Freundlichkeit und Mut zeigt, kann weitergehen." Leon sah Lumi an, lächelte und streckte ihr die Hand entgegen. Plötzlich öffnete sich die Tür wie von Zauberhand, und ein funkelnder Nebel führte sie tiefer ins Schloss.
Doch gerade als sie weitergehen wollten, hörten sie ein leises Knurren aus dem Schatten. Wer oder was konnte das sein? Leon spürte ein leichtes Frösteln, doch er wusste: Zusammen mit Lumi würde er das Schloss erkunden und die Geheimnisse lösen…