Jonas hatte es an einem Donnerstag gesagt.
Einfach so, zwischen Schulhof und Schultor: „Wir ziehen um. In drei Wochen."
Der Lernolotl hatte stehen bleiben müssen. Drei Wochen. Das war nicht viel. Dreimal sieben Tage. Einundzwanzig Tage bis Jonas weg war.
„Warum?", hatte er gefragt.
„Papa hat einen neuen Job. In Hamburg." Jonas hatte geklungen, als würde er es selbst gerade erst verstehen. „Ich will auch nicht."
Der Lernolotl hatte nicht gewusst, was er sagen sollte. Meistens wusste er nicht, was man sagt, wenn etwas traurig ist. Worte fühlten sich dann zu klein an für das, was innen war.
In den nächsten Wochen verbrachten sie viel Zeit zusammen. Mehr als sonst. Als wollten sie das, was sie hatten, möglichst dicht aneinanderschieben, bevor es zu Ende ging.
Aber die drei Wochen gingen trotzdem zu Ende. Das war das Schwierige an Zeit — man konnte sie nicht aufhalten.