Es war der letzte Tag.
Der Lernolotl wusste das schon seit zwei Wochen. Frau Brandt hatte es gesagt. Mama hatte es gesagt. Sogar Mia hatte gesagt: „Nur noch vierzehn Tage!"
Er hatte Schule gemocht, noch bevor er dort war. Er mochte Lernen. Er mochte Bücher. Er mochte es, wenn man Dinge erklärte und es Antworten gab.
Und trotzdem — an diesem letzten Morgen — stand er in der Garderobe der Kita und hing seine Tasche zum letzten Mal an seinen Haken, und etwas in ihm war schwer.
Nicht schlimm. Nur schwer. Als hätte er etwas Großes in der Brust.
Mia rannte an ihm vorbei: „Heute backen wir Kekse!" Sie war aufgeregt wegen der Abschlussfeier.
Er war auch aufgeregt. Und gleichzeitig traurig. Wie konnte man beides gleichzeitig sein? Das ergab keinen Sinn.