Max war ein aufgeweckter Junge mit lockigem Haar und einer Vorliebe für Abenteuer. Eines lauen Sommerabends spielte er im Garten, als plötzlich ein winziges Licht durch die Dunkelheit flackerte. Es war ein Glühwürmchen, das leise summte und vor Freude blinkte. „Hallo!", rief Max neugierig. „Wer bist du?"
Das Glühwürmchen antwortete mit einer kleinen Stimme: „Ich heiße Lumi und ich brauche deine Hilfe. Heute Nacht ist die Nacht der Glühwürmchen, und wir müssen alle Lichter des Waldes zusammenbringen, bevor die Sonne aufgeht. Ohne uns wird der Wald traurig und dunkel." Max staunte. „Ich kann helfen!", rief er.
Lumi führte Max durch das hohe Gras, über kleine Hügel und zu einem geheimen Eingang im Wald, der im Mondlicht schimmerte. Die Bäume dort waren so alt, dass ihre Äste wie Arme in den Himmel ragten, und kleine Lichter flogen zwischen ihnen hin und her. „Hier wohnen die Glühwürmchen", erklärte Lumi. „Aber einige von uns haben sich verirrt."
Max hörte ein leises Weinen. Unter einem Busch sah er ein paar Glühwürmchen, die sich nicht mehr zurechtfanden. „Keine Sorge, wir bringen euch zurück", sagte Max sanft. Er streckte seine Hände aus, und die kleinen Lichter flogen mutig zu ihm. Lumi summte vor Freude und zeigte ihm den Weg zu einem großen, leuchtenden Baum, der den Mittelpunkt der Lichtversammlung darstellte.
Doch plötzlich hörten sie ein Rascheln im Gebüsch. Ein kleiner, scheuer Fuchs erschien. „Wer seid ihr?", fragte er neugierig. Max erklärte, dass sie den Glühwürmchen helfen wollten. Der Fuchs nickte langsam. „Ich passe auf, dass niemand die Lichter stört, aber ihr müsst vorsichtig sein. Die Glühwürmchen sind empfindlich." Max versprach, vorsichtig zu sein, und zusammen gingen sie weiter, gespannt, ob sie alle Glühwürmchen rechtzeitig finden würden…