Tim war ein kleiner Junge mit wilden braunen Haaren und großen, neugierigen Augen. Er liebte es, draußen zu spielen und die Geheimnisse des Waldes hinter seinem Haus zu entdecken. Eines Tages, als die Sonne schien und die Vögel fröhlich zwitscherten, stolperte Tim über etwas Hartes im Gras. Es war ein kleiner, runder Stein, der in allen Farben des Regenbogens funkelte. Aber das Seltsamste war: Der Stein summte leise, wie eine winzige Melodie.
Tim hob den Stein auf und lauschte gespannt. „Hallo…?", flüsterte er vorsichtig. Plötzlich begann der Stein lauter zu summen, und eine kleine Stimme piepste: „Endlich hast du mich gefunden! Ich bin Pipo, der singende Stein. Willst du ein Abenteuer erleben?" Tim rieb sich die Augen. Ein sprechender, singender Stein! „Oh ja!", rief er begeistert.
Pipo erklärte, dass der Wald voller singender Steine sei, die magische Lieder konnten. Doch einige Steine waren verschwunden, und der Wald begann traurig zu werden. Tim wusste sofort: Er wollte helfen. Pipo sprang auf Tims Hand und summte ein fröhliches Lied, das wie kleine Funken durch die Luft tanzte. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zu einem geheimen Teil des Waldes, der von riesigen Bäumen und bunten Blumen übersät war.
Unterwegs trafen sie auf einen frechen Kobold namens Kiki. Kiki war grün, hatte spitze Ohren und grinste schelmisch. „Wer seid ihr?", fragte Kiki neugierig. „Wir suchen die verlorenen singenden Steine", antwortete Tim. Kiki kicherte. „Das ist gar nicht so einfach! Aber wenn ihr mir helft, ein Rätsel zu lösen, zeige ich euch den geheimen Steinpfad."
Tim nickte entschlossen. Pipo summte ein ermutigendes Lied, und zusammen überlegten sie, wie sie das Rätsel lösen konnten. Plötzlich raschelte es im Gebüsch, und aus den Schatten blickten glitzernde Augen auf sie. Kiki grinste breit: „Bereit? Hier kommt das Rätsel…"