Fin war ein kleiner Drache mit schimmernd grünem Schuppenfell und winzigen Flügeln, die noch nicht stark genug waren, um ihn lange zu tragen. Er lebte in einer Höhle hoch oben in den Bergen. Am Tag war Fin fröhlich und neugierig. Er flog kurze Strecken, spielte mit Steinen und übte, kleine Feuerfunken zu spucken.
Doch sobald die Sonne unterging, veränderte sich alles. Die Berge wurden still, die Schatten lang, und die Dunkelheit kroch langsam in Fins Höhle. Dann spürte Fin ein Zittern in seinen Beinen. Die Dunkelheit machte ihm Angst, denn er konnte nicht sehen, was in ihr verborgen war.
„Was, wenn etwas in der Dunkelheit ist?", fragte er sich jedes Mal.
Fin zündete oft ein kleines Feuer an, nur um das Licht zu sehen. Aber an einem Abend geschah etwas Seltsames: Der Mond versteckte sich hinter dicken Wolken, und es wurde dunkler als je zuvor. Fins Feuer reichte nicht aus.
Fin rollte sich zusammen und schloss die Augen. Sein Herz klopfte laut, und er fühlte sich ganz klein.