Jonas war ein lebhafter Junge, dessen Tage oft schnell vergingen. Morgens anziehen, frühstücken, Kindergarten, spielen, nach Hause kommen – alles folgte einander, ohne dass Jonas viel darüber nachdachte. Abends war er meist müde, manchmal auch unzufrieden, weil der Tag schon vorbei war.
An diesem Abend lag Jonas im Bett und wälzte sich hin und her. Der Tag war eigentlich gut gewesen, aber in seinem Kopf blieb etwas hängen: Ein Spiel war zu Ende gegangen, bevor er fertig war, und ein Freund hatte einmal nicht mit ihm geteilt. Diese Gedanken machten Jonas unruhig.
Sein Papa setzte sich an das Bett und zog die Decke zurecht. „Du wirkst noch ganz voll im Kopf", sagte er ruhig.
Jonas nickte. „Der Tag war doof", murmelte er.
Der Papa überlegte kurz und sagte dann: „Wollen wir drei Dinge suchen, für die wir heute Danke sagen können?"
Jonas zuckte mit den Schultern. Er war sich nicht sicher, ob das helfen würde.