Frieda war eine kleine Füchsin mit flauschigem, rotbraunem Fell und wachen Augen. Sie lebte am Rand eines Waldes, in dem es nach Moos, Erde und frischer Luft roch. Frieda liebte Abenteuer, aber sie liebte auch ruhige Tage. Tage, an denen nichts Besonderes passierte.
An diesem Morgen wachte Frieda auf und hörte dem Wald zu. Kein Sturm, kein großes Ereignis. Nur Vogelstimmen, raschelnde Blätter und das leise Plätschern eines Baches. Frieda streckte sich und dachte: Heute ist ein ganz normaler Tag.
Zuerst war sie ein kleines bisschen enttäuscht. Kein Ausflug, kein Fest, keine Überraschung. Doch dann bemerkte sie etwas anderes. Die Sonne schien warm auf ihr Fell. Ihr Bau war gemütlich. Ihr Bauch war satt.
Frieda ging hinaus und lief ein Stück durch den Wald. Sie hörte ihre Pfoten auf dem Boden, spürte den Wind in ihrem Gesicht und sah, wie das Licht zwischen den Bäumen tanzte. Ohne es zu merken, wurde ihr Schritt leichter.
Sie traf ihren Freund Benni Dachs. Gemeinsam setzten sie sich auf einen Baumstamm. Sie sagten nicht viel. Und genau das fühlte sich gut an.