Luca und der Ball, der nicht ins Tor wollte

Luca liebt Fußball über alles. Er liebt den Ball an seinem Fuß und das Gefühl, wenn ein Tor gelingt. Doch heute will einfach nichts klappen. Der Ball fliegt daneben, darüber, am Tor vorbei. Eine einfühlsame Geschichte darüber, wie Frustration sich anfühlt und dass manchmal ein neuer Weg der richtige ist.

Luca und der Ball, der nicht ins Tor wollte
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Luca liebte es, Fußball zu spielen. Er liebte den Ball an seinem Fuß, das Rennen über den Platz und das Geräusch, wenn der Ball genau richtig getroffen wurde. Besonders liebte er Tore. Wenn der Ball im Netz landete, fühlte sich Luca stark und stolz.

An diesem Nachmittag spielte Luca allein im Garten. Er hatte zwei Jacken als Torpfosten hingelegt. Immer wieder schoss er den Ball. Doch heute war alles anders. Der Ball flog daneben. Dann darüber. Dann prallte er vom Pfosten ab und rollte weg.

Luca holte den Ball zurück und schoss noch einmal. Wieder kein Tor. Sein Bauch spannte sich an. Seine Stirn wurde warm. „Warum klappt das nicht?", murmelte er.

Er schoss fester. Noch fester. Der Ball flog weit über das Ziel hinaus. Luca blieb stehen. Seine Schultern sanken. Etwas Schweres breitete sich in ihm aus. Er wollte schreien, den Ball wegwerfen oder einfach aufhören.

„Ich bin schlecht", dachte er. Das war Frustration. Sie fühlte sich leise, aber sehr schwer an.

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Luca setzte sich ins Gras und starrte auf den Ball. Nach einer Weile setzte sich sein Papa neben ihn. Er sagte nichts. Er blieb einfach da.

„Ich wollte so gern ein Tor schießen", sagte Luca leise. Der Papa nickte. „Du hast dich sehr bemüht", sagte er ruhig. „Und es hat nicht geklappt."

Das tat gut zu hören. Luca atmete tief ein. Dann noch einmal.

„Wollen wir es anders versuchen?", fragte der Papa. Luca überlegte. Dann nickte er.

Sie rückten die Jacken näher zusammen. Das Tor wurde kleiner. Luca schoss. Der Ball rollte langsam ins Ziel.

Es war kein großes Tor. Aber es war eines.

Luca lächelte vorsichtig. Die Frustration war noch da – aber sie war leichter geworden. Er wusste nun: Frustration bedeutet nicht, dass man aufgeben muss. Manchmal heißt sie nur, einen neuen Weg zu suchen.

Die Luca-Technik – Frustration annehmen und neue Wege finden

Diese Übung hilft Kindern, mit Frustration umzugehen:

  • Das Gefühl wahrnehmen: Wo spüre ich die Frustration im Körper? (Bauch, Kopf, Schultern)
  • Eine Pause machen: Innehalten, bevor die Frustration zu groß wird
  • Anerkennen, was nicht geklappt hat: „Ich habe es versucht und es hat nicht funktioniert"
  • Sich nicht selbst abwerten: Nicht klappen heißt nicht, schlecht zu sein
  • Jemandem davon erzählen: Aussprechen, was einen frustriert
  • Tief durchatmen: Ein paar bewusste Atemzüge nehmen
  • Nach Alternativen suchen: Gibt es einen anderen Weg zum Ziel?
  • Kleine Erfolge würdigen: Auch ein kleiner Fortschritt zählt

Diese Technik zeigt, dass Frustration entsteht, wenn etwas nicht so gelingt, wie wir es uns wünschen. Sie vermittelt, dass das Gefühl normal ist und dass es hilft, innezuhalten, statt immer härter zu versuchen. Wichtig ist die Botschaft: Frustration bedeutet nicht Versagen, sondern kann ein Signal sein, einen anderen Ansatz zu wählen.

💡 Gesprächsanregung für Eltern

Mögliche Fragen nach dem Vorlesen:

• Was liebte Luca am Fußballspielen?
• Was machte Luca im Garten?
• Was passierte, als er den Ball schoss?
• Wie fühlte sich Luca, als nichts klappte?
• Was dachte Luca über sich selbst?
• Wer setzte sich zu Luca ins Gras?
• Was sagte der Papa zu Luca?
• Welche Idee hatte der Papa?
• Was veränderten sie am Tor?
• Gelang Luca dann ein Tor?
• War die Frustration danach ganz weg?
• Was hat Luca über Frustration gelernt?
• Warst du auch schon mal frustriert?
• Was hilft dir, wenn etwas nicht klappt?

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