Luca liebte es, Fußball zu spielen. Er liebte den Ball an seinem Fuß, das Rennen über den Platz und das Geräusch, wenn der Ball genau richtig getroffen wurde. Besonders liebte er Tore. Wenn der Ball im Netz landete, fühlte sich Luca stark und stolz.
An diesem Nachmittag spielte Luca allein im Garten. Er hatte zwei Jacken als Torpfosten hingelegt. Immer wieder schoss er den Ball. Doch heute war alles anders. Der Ball flog daneben. Dann darüber. Dann prallte er vom Pfosten ab und rollte weg.
Luca holte den Ball zurück und schoss noch einmal. Wieder kein Tor. Sein Bauch spannte sich an. Seine Stirn wurde warm. „Warum klappt das nicht?", murmelte er.
Er schoss fester. Noch fester. Der Ball flog weit über das Ziel hinaus. Luca blieb stehen. Seine Schultern sanken. Etwas Schweres breitete sich in ihm aus. Er wollte schreien, den Ball wegwerfen oder einfach aufhören.
„Ich bin schlecht", dachte er. Das war Frustration. Sie fühlte sich leise, aber sehr schwer an.