Oskar war ein junger Otter mit glänzendem Fell und immerzu in Bewegung. Er liebte das Wasser, liebte es zu tauchen, zu planschen und hinter allem herzujagen, was sich bewegte. Wenn Oskar etwas wollte, dann wollte er es sofort.
An diesem Morgen schwamm Oskar mit seiner Familie den Fluss entlang. Die Sonne spiegelte sich auf der Wasseroberfläche, und kleine Fische blitzten zwischen den Steinen hervor. Oskars Bauch knurrte. Er hatte Hunger.
„Heute kommen die Fische später", sagte die Ottermutter ruhig. „Wir müssen warten."
Oskar hielt inne. Warten mochte er nicht. Warten fühlte sich an wie Stillstehen, obwohl alles in ihm springen wollte. Er tauchte ab, tauchte wieder auf, schaute den Fluss hinauf und hinunter.
„Wann denn?", fragte er ungeduldig.
„Wenn die Zeit richtig ist", antwortete die Mutter.
Oskar setzte sich auf einen warmen Stein. Seine Pfoten zappelten. Sein Kopf war voller Gedanken. Warum können sie nicht jetzt kommen? fragte er sich. Das Wasser floss ruhig weiter, als hätte es keine Eile.