In der Schule sollte jeder einen Steckbrief ausfüllen. „Wer bin ich?" stand oben auf dem Blatt. Darunter: Name, Alter, Lieblingsessen, Hobbys, was ich gut kann, was ich mir für die Zukunft wünsche.
Die anderen fingen sofort an zu schreiben. Finn schrieb: Fußball. Lena schrieb: Lesen und malen. Jemand anders schrieb: Am liebsten schlafen — das fand der Lernolotl ehrlich.
Aber der Lernolotl starrte auf sein leeres Blatt.
Name: okay. Alter: okay. Lieblingsessen: Pizza mit Mais, ohne Zwiebeln — okay. Aber dann — was ich gut kann — da stockte er.
Er konnte viele Fakten über Axolotl. Aber war das eine Antwort? Er erkannte Muster in Zahlen. War das etwas, das zählte? Er erinnerte sich an alles — aber das war doch kein Hobby.
Wer war er eigentlich? Die Frage fühlte sich plötzlich riesig an — viel größer als das Blatt Papier.