Es hatte damit angefangen, dass Lea ein Eis bekommen hatte.
Mitten am Nachmittag. Ohne besonderen Anlass. Mama hatte Lea gefragt, was sie möchte — und Lea hatte Schokoladeneis gesagt. Und dann war da tatsächlich ein Schokoladeneis gewesen.
Der Lernolotl hatte daneben gestanden und gedacht: Ich hätte auch ein Eis gewollt. Ich wurde nicht gefragt.
Er hatte nichts gesagt. Er war in sein Zimmer gegangen. Hatte sich auf den Boden gesetzt. Hatte nachgedacht.
Lea bekam immer, was sie wollte. Das war eine Tatsache. Lea weinte und dann passierte etwas. Lea lachte und alle lachten mit. Lea war vier — und vier zu sein schien sehr viele Vorteile zu haben.
Als Mama zum Abendessen rief, hatte der Lernolotl beschlossen: Er würde heute Abend nichts sagen. Er würde einfach schweigen und sehen, ob jemand merkte, dass er da war.
Niemand merkte es. Zumindest fühlte es sich so an.