Tom hielt den glitzernden WasserschlĂŒssel in seiner Hand. Er war durchsichtig wie Glas, aber weich wie ein Tropfen â und er leuchtete von innen heraus mit einem sanften, blauen Schimmer.
âWas glaubt ihr, was dieser SchlĂŒssel öffnet?", fragte Tom seine Freunde.
Leo, der neue Junge, der gerade erst zu ihrer Gruppe gestoĂen war, schaute nach oben zum Apfelbaum. âDas Wasserwesen hat gesagt, das Geheimnis liegt unter dem alten Baum."
Mia nickte eifrig. âDann sollten wir nachsehen!"
Doch kaum hatte sie das gesagt, knarrte ĂŒber ihnen ein dicker Ast. Die Kinder sahen hinauf â und erstarrten.
Im Apfelbaum, dort wo sich normalerweise nur BlĂ€tter und Ăpfel befanden, war plötzlich eine TĂŒr zu sehen. Eine kleine, runde TĂŒr aus Holz, die vorher nicht da gewesen war.
âHabt ihr das gesehen?", flĂŒsterte Felix unglĂ€ubig.
âDie TĂŒr ist einfach⊠erschienen!", stammelte Alva.
Tom spĂŒrte, wie sein Herz schneller schlug. Das war kein gewöhnlicher Tag im Kindergarten mehr. Das war echte Magie.
Frau Sonnenschein kam gerade aus dem Haus und blieb wie angewurzelt stehen. âWas⊠was ist das?"
Die Kinder zeigten nach oben. Auch Frau Sonnenschein sah jetzt die TĂŒr.
âIn all den Jahren, die ich hier arbeite", sagte sie leise, âhabe ich noch nie eine TĂŒr im Apfelbaum gesehen."
Tom hielt den WasserschlĂŒssel hoch. âGlauben Sie, dass der hier passt?"
Frau Sonnenschein lĂ€chelte â ein bisschen aufgeregt, ein bisschen Ă€ngstlich. âEs gibt nur einen Weg, das herauszufinden. Aber seid vorsichtig."
Die Kinder nickten. Tom kletterte als Erster. Der Baum hatte viele starke Ăste, die wie eine Leiter nach oben fĂŒhrten. Mia folgte ihm, dann Felix, Alva und zuletzt Leo.
Als sie die TĂŒr erreichten, sahen sie ein kleines, rundes SchlĂŒsselloch â genau in der Mitte.
Tom hielt den WasserschlĂŒssel davor. Er passte perfekt.
Mit einem leisen Klick öffnete sich die TĂŒr.